#5: Warum?

Es ist immer schlimm, wenn Menschen sterben müssen. Es ist noch schlimmer, wenn Menschen aufgrund der Gewalt von Mitmenschen sterben müssen. Und es ist noch viel schlimmer, wenn 49 Menschen am gleichen Ort wahllos erschossen werden. Die einzige Frage die für mich bleibt: Warum?

Warum muss so etwas sein? Warum muss ein Mensch andere Menschen töten; Angst und Schrecken verbreiten? Warum? Das ist das Einzige, was mir nach Attentaten wie dem in Orlando am Wochenende einfällt. Dass es das vor allem von den Medien so oft genannte „schlimmste Einzelattentat“ der amerikanischen Geschichte ist, ist mir dabei herzlich egal. 49 unschuldige Menschen mussten ihr Leben lassen, mussten aufgrund der Gleichgültigkeit eines „Menschen“ sterben. Das ist traurig. In Syrien ist das im Moment die Realität, das sollte man sich immer wieder vor Augen führen und daran sind die europäischen, amerikanischen und russischen Streitkräfte nicht ganz unbeteiligt. In Ländern, in denen Frieden herrscht, sorgen solche Ereignisse aber trotzdem für mehr Aufsehen.

Zum wiederholten Male musste Barack Obama vor die Presse treten und über ein Attentat in seinem Land sprechen. Wieder sprach er über die Verschärfung der Waffengesetze. Wieder wird sich nichts ändern. Wieder wird alles genau so bleiben wie zuvor. Die Waffen-Lobby ist in den USA viel zu mächtig, als dass man sich mit diesen Schwergewichten der amerikanischen Wirtschaft anlegen könnte. Vielleicht könnte man es, aber es wäre definitiv der Todesstoß für jeden Politiker. Niemand möchte die amerikanische Tradition beenden. Tolle Tradition ist das.

Neben dem Attentat in Orlando wurden etwa 100 weitere Zwischenfälle mit Schusswaffengebrauch in den USA am 12. Juni registriert. Das ist schon beinahe Alltag. Ein sehr trauriger Alltag. Diesen könnte Obama beenden, jetzt hat er noch die Chance dazu. Sich den Friedensnobelpreis, den er voreilig bekommen hatte, endlich verdienen. Aber ernsthaft glaubt daran sowieso kein Mensch. Obama wird gehen, wird seine Amtszeit unspektakulär beenden. Wird nicht sonderlich viel bewegt haben. Und wenn solche Attentate einem amerikanischen Politiker derzeit in die Karten spielen, dann ist das Donald Trump. Sollte der Milliardär amerikanischer Präsident werden, dann haben wir ein Problem. Ein großes Problem.

Und trotzdem, es bleibt die Frage: Warum?

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