#9: Selbstvermarktungsmaschinen

Musik spielte schon immer eine große Rolle in unserer Gesellschaft. Doch war sie früher etwas anderes heute. Heute entstehen Marketing-Maschinen, die ein Album nach dem anderen zu neuen Rekordverkäufen treiben. Verkaufen lässt sich dieses Bild extrem gut. Vor allem weibliche Sänger werden vermarktet. Dabei gibt es nur einige wenige große, weltweit bekannte im Moment, aber die wenigen teilen sich den Markt nach Belieben auf.

Es dürfte klar sein, von wem ich spreche. Von den Katy Perrys, den Taylor Swifts, den Adeles dieser Welt. Madonna zähle ich bewusst nicht zu dieser Gruppe, weil sie seit Jahrzehnten extrem erfolgreich ist. Doch Sängerinnen wie eben Katy Perry sind noch ziemlich jung und gehören trotzdem schon zu den erfolgreichsten Sängerinnen zumindest dieses noch jungen Jahrhunderts. Dabei spielt es keine Rolle, was genau sie macht, sie vermarktet alles, was geht. Sie tritt beim Parteitag der Demokraten in Amerika auf und unterstützt Hillary Clinton – medienwirksam, klar. Sie singt ihre neue Single. Die Single, die jetzt von mehreren Fernsehsendern als die Olympia-Hymne benutzt wird. Marketing auf ganz hohem Niveau. Natürlich ist ihr neues Album nach ihrem Megaerfolg mit ihrem letzten Album „Prism“ im Jahr 2013 nicht mehr weit, noch in diesem Jahr wird es erscheinen. Dafür bringt sie sich schon mal in Position. Sie machte bereits Werbung für H&M und Toyota, zwei Marken, die in ihrem Gebiet zu den Spitzenreitern gehören – natürlich.

Taylor Swift dürfte als Pendant zu Katy Perry gelten. Die Musik unterscheidet sich nur marginal. Beide gehen auf Welttournee nicht deswegen, um den Spaß an der Musik zu verbreiten, sondern um ihr neues Album zu promoten. Es geht um Abverkaufszahlen, nicht um die Musik an sich. In dieser Kategorie ist aktuell Adele absolute Spitzenreiterin. Sie bricht aktuell alle Rekorde. Es gibt allerdings einen entscheidenden Unterschied: Adele lebt die Musik. Klar holt auch sie alles raus, was geht. Promotet ihr Album in sämtlichen Fernsehsendungen, geht auf Welttournee, die in einer irrsinnigen Zeit restlos ausverkauft ist. Schaut man sich allerdings Auftritte von ihr an, bei denen sie anfängt zu weinen, nachdem sie ein Lied gesungen hat, dann ist das schon beeindruckend. Das zeigt, dass sie die Musik noch richtig fühlt, Musik ist eben ihre Bestimmung. Und das ist auch gut so, ihre Stimme ist unschlagbar.

In diesem Jahr wird übrigens auch wieder mal ein Album von Britney Spears erscheinen. Die sich von einem Skandal zum Nächsten hangelt. Und trotzdem gelingt das Marketing auf ganz hohem Niveau. Die Musik ist auch in ihrer Qualität nicht überragend, aber bleibt im Ohr. Und jeder kann ihre Lieder mitsingen. Wer kennt schon nicht „Oops! I did it again!“ Jeder würde ich jetzt mal so frei heraus behaupten. Das Marketing der großen Sängerinnen der aktuellen Zeit läuft auf ganz hohem Niveau uns es funktioniert, das ist das faszinierende daran. Trotzdem haben Sängerinnen mit mehr Ausstrahlung, mit mehr Ecken und Kanten dann doch was anderes zu bieten, als die glattgebügelten Selbstvermarktungsmaschinen.

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